Hier findet ihr Pressestimmen zu Konzerten und unserer CD „this is the story …”
Pressestimmen zu Konzerten
Rhein-Zeitung (05.06 2012):
Irischer Weltstar gibt sich ein musikalisches Stelldichein
Liam Ó Maonlaí gastierte in Virneburg
Von Elvira Bell
Virneburg. Als Sänger und Gründungsmitglied der Hothouse Flowers begeisterte Liam Ó Maonlaí, einer der bekanntesten Folk-Rock-Musiker Irlands, vor rund 20 Jahren bei Rock am Ring Zehntausende Zuhörer. Am Samstag war der Ausnahmemusiker, der von Bono von U2 als bester weißer Soulsänger der Welt bezeichnet wird, mit einem ganz exklusiven Konzert erneut in der Eifel zu Gast.
Diesmal stand er allerdings auf einer wesentlich kleineren Spielwiese, nur wenige Kilometer vom legendären Nürburgring entfernt. Das Konzert war mehr oder weniger dem Zufall geschuldet: Ingo Arntz, Bandmitglied der Formation The Children of Lir, der seit vielen Jahren ein Fan von Liam ist, konnte den Künstler vor vier Wochen auf eine E-Mail hin für eine Minitournee gewinnen. Die Konzerte mit The Children of Lir in Köln, Virneburg und Bröleck fanden im Anschluss an die zweifach ausverkaufte Deutschlandpremiere der Performance „Rian“ im Wiesbadener Staatstheater statt, bei der die Musik des gebürtigen Dubliners eine tragende Rolle spielt.
Auf der Bühne im Wohnzimmer mit Galerie wurde der Ire frenetisch gefeiert. Der 47-jährige Multiinstrumentalist und Sänger verzauberte die Musikfreunde mit traditionellen keltischen und irischen Klängen, die die grandiose Kombination aus Rock ‚n’ Roll, Soul, Blues und Gospel zu einem einzigartigen musikalischen Erlebnis machten. Dem magischen Zauber der irischen Musik erlegen waren die Wohnzimmergäste auch beim gemeinsam gestalteten, klanglich hervorragenden Auftritt mit The Children of Lir. Die Band aus Köln überzeugte bereits zu Beginn des Konzertabends mit atemberaubenden Improvisationen, melancholischen Fiedelklängen, wunderschönem Gesang und außergewöhnlichem Sound. Eines der gemeinsam mit Liam Ó Maonlaí gespielten Lieder heißt auf gälisch „Siobhan ni dhuibhir“. Bei der Version, die auf dem Album „To be touched“ auf gälisch veröffentlicht ist, sangen die Musiker aus der Domstadt eine Strophe in Deutsch.
Bemerkenswert war der Einsatz des Didgeridoos, das zweifelsohne das musikalische i-Tüpfelchen setzte. Hierbei handelt es sich um ein Blasinstrument der Aborigines, der australischen Ureinwohner. Ingo Arntz hat Rhythmus im Blut und versteht es, das Instrument perfekt zu spielen: Der Ton entsteht durch das Vibrieren seiner Lippen und durch das Einsetzen seiner Stimme.
Die gemeinsame Zeit auf der Bühne mit den Children of Lir hat dem irischen Ausnahmekünstler Liam Ó Maonlaí (2. von links) ebenso gut gefallen wie Sascha Loss (links), Rita Wolff und Ingo Arntz. Foto: Elvira Bell
(Rhein-Zeitung vom Dienstag, 5. Juni 2012, Seite 19)
Die Ibbenbürener Volkszeitung schreibt über das Castellans Folk Festival:
(mit Fotostrecke)
„Folksommer und Kanalfest locken die Massen nach Bergeshövede…”
Bericht vom Castellans-Festival gibt es hier.
Music On Friday im Bürgerhaus Kalk (in Köln):

Die Children Of Lir in Linnich — Kofferen im McMüller’s Irish-American Pub:

Auf der Kölner Nippes Nacht 8.0 im Cafe Eichhörnchen:

Folkworld, November/2010
Das Kölner Quartett The Children of Lir hat für ihr neues Doppelalbum sieben traditionelle Songs und vier Tunes sowie zwei Coverversionen und drei Eigenkompositionen aufgenommen. Sängerin und Stepperin Diana wird von Multiinstrumentalist Ingo (Gesang, Gitarre, Didgeridoo, Bodhràn, Cajon, Whistles, etc.), Nils (Gesang, Fiedel, Gitarre) und Sascha (Gesang, Gitarre, Slide Gitarre) begleitet.
CD 1 beginnt ganz traditionell mit dem rasanten Tanz Set „The Swallow’s Tail/Drowsie Maggie”, gespielt auf Gitarre, Fiedel, Bodhràn und mitreißendem Steppen. Maria McAteer, ein ehemaliges Mitglied, schrieb den Text zum unkonventionellen „The Children of Lir Song”, bei dem wunderschöne Gesänge, melancholische Fiedel, Bodhràn, Didgeridoo und Slide Gitarre einen außergewöhnlichen Sound erzeugen. Nils versah Si Kahns „Aragon Mill” mit einem neuen musikalischen Gewand, das ein wenig nach John Mayalls rockigen Blues klingt und Diana, Nils und Ingo brillieren mit atemberaubenden Improvisationen. Traditionelle Songs wie „Spancil Hill” oder „Mrs McGrath” verbinden folkige Elemente mit der Kinder innovativen und eigenständigen Arrangements und Ingos Liebeserklärung an einen speziellen Ort, „Kerné”, ist ein toller Songwriter Song.
CD 2 gefällt mir persönlich noch besser. Es beginnt mit einer einzigartigen Version des Folk Klassikers „Paddy’s Green Shamrock Shore” als großartiger Free-Folk. Dianas betörender Soprangesang, Dumbek Rhythmus, Gitarre, Fiedel und Mundharmonika steigern sich in einen musikalischen Rausch. Ähnlich gewagt ist Nils Solodarbietung des irisch-gälischen Songs „Sean Bhean Bhocht” mit Obertongesang, Fiedel und Gitarre mystisch begleitet. Weitere Höhepunkte sind das melancholische „The Foggy Dew” von Cajon und Didgeridoo rhythmisch aufgepeppt oder das mit Slide Gitarre zu einer Blues Ballade verwandelte „Paddy’s Lament”.
Das neue Album der Children of Lir ist, wie sie es selbst bezeichnen (un)traditionell Irish. Ein starker Auftritt der Band. „Music is too important to be left to professionals” sagte Michelle Shocked und diese Aussage passt auf dieses Album wie die Butter aufs Brot.
Folker, 5/2010
Das bislang kaum bekannte Quintett aus Köln macht aus dem üblichen Irish-Pub Repertoire eine mal bluesige, mal countryähnliche, mal psychodelisch-rockige, mal weltmusikalische Mucke mit ganz eigenem Charme. Da geben sich Spaß und Kreativität die Hand. Nur die Reels könnten etwas mehr fließen. Aber vielleicht ist das auch Absicht so.
„Le Canard Folk” (BE), Juli/2010
This is the story: Cinq musiciens allemands sortent un double cd de musique irlandaise, et on sait que c’est toujours un challenge. Ils s’en sortent honorablement, avec une mention toute particulière pour les chanteurs qui placent beaucoup d’expressivité dans des chansons dont le groupe a composé la musique comme « Aragon Mill » ou « The Children of Lir Song ». On note aussi un travail remarquable dans certains traditionnels comme « The Foggy Dew », le chatoyant instrumental « Caliope House » ou l’étonnant « He moves through the fair » (on est passé du féminin au masculin) avec ses bourdonnements électroniques très réussis. Et on a droit en fin de cd à des morceaux cachés dans une
ambiance underground.
Celtic-Rock.de (2010):
„Kopiert wird nicht, so viel ist klar. Wer ‚un-traditional Irish music’ als Motto angibt, sucht seinen eigenen Weg. Die Children of Lir aus Köln haben dies auch bei ihrem neuen Tonträger umgesetzt. Die Band wollte die Kontrolle über die Produktion selbst behalten. Die Aufnahmen haben sich über zwei Jahre hingezogen, und es ist gleich ein Doppelalbum geworden. Es entstand zu großen Teilen bei den Proben quasi unter live-Bedingungen, es gibt nur wenige Overdubs. Das Ergebnis bietet einige Vielfalt, hat Persönlichkeit und Charme, aber auch Ecken und Kanten.
Die Children of Lir treten seit 2004 gemeinsam auf. Sie sind eine ausgesprochene Live-Band, und dies sollte auch bei This is the story zum Ausdruck kommen. Das Quartett vereint sehr unterschiedliche Vorerfahrungen, die sich auf interessante Weise ergänzen. Sängerin Diana besitzt eine ausgebildete Stimme, sang aber auch schon in Musicals oder einer Heavy-Metal Band. Geiger Nils hatte klassischen Unterricht und ist qualifizierter Chorleiter, Gitarrist Ingo bläst und trommelt konventionelle, aber auch ungewohnte Instrumente, Sascha L. ist in verschiedenen Projekten multiinstrumentell unterwegs. Mit drei Leuten, die Gitarre und zweien, die Geige spielen, können COL bei den Arrangements aus dem Vollen schöpfen, zumal sie alle vier auch singen.
Die beiden Scheiben repräsentieren unterschiedliche Stimmungen: mal lebhaft, mal mehr besinnlich. Das Material ist zum großen Teil vertraut und wird durch einige eigene Stücke ergänzt. Der eigene Ansatz zeigt sich eher in der Instrumentierung und den Arrangements.
Stärke der Band sind die sorgfältig durcharrangierten Klassiker wie Paddy’s Green ShamrockShore, Foggy Dew, He Moved Through The Fair oder Spancil Hill. Oft wird mit Didgeridoo, Slide-Gitarre oder Oberton-Gesang eine etwas düstere, aber energiegeladene Atmosphäre beschrworen. Schlaggitarre und vielfältige Percussion sorgen für den Drive. Sängerin Diana hat eine feine, nicht besonders kräftige Stimme, die es manchmal gegen das Instrumenten-Gewitter schwer hat. Dabei sind ihre Interpretationen grade bei den viel gehörten Songs absolut beeindruckend. Mich erinnern manche Passagen an die Incredible String Band (Glasgow um 1970) , was die Band wahrscheinlich unter „Hippiezeug“ verbuchen würde.
Es gibt eine Vertonung von Yeats, das harmonisch-besinnliche When You’re Old. Die Version von Aragon Mill ist deutlich dramatischer als die von Andy Irvine oder den Fureys. Die Legende von den Kindern des König Lir (C.o.L.-Song) hat die Band mit ganz unterschiedlichen Parts vertont. Nett wäre gewesen, zumindest bei den nicht trad.-Songs die Texte abzudrucken.
Eine ganz eigene Handschrift tragen auch die Instrumentalstücke. Die beiden Reels zum Auftakt wären nicht sonderlich bemerkenswert, würde nicht plötzlich eine Holzbühne erbeben unter den Steptanzschritten der Sängerin. Bei Mug of Brown Ale gibt’s den donnernden Bühnenboden noch mal im Jig-Rhythmus. Das geht richtig ab. Caliope House, von Dave Richardson als Jig geschrieben, macht vom Sechser– eine Transformation zum Vierertakt durch, was entschieden lustiger wird, eben un-traditional. Der Musical Priest bleibt ein Fiddlereel, bekommt aber eine clevere 2. Stimme drübergelegt.
Der Hörer soll sich unvoreingenommen auf die Musik einlassen. Deshalb gibt es auch keine Zeitangaben. Hätten die 16 Tracks nicht auf eine einzelne CD gepasst? Wohl kaum. Die Gesamtspielzeit von 85 Minuten rührt daher, dass in einem Titel mehr drin ist als draufsteht. Manchmal ist noch ein Instrumentalstück angefügt, wo die Fiddler glänzen, oder ein überraschender Ausklang mit einer Bluesharp. Nach meinem Eindruck gelingt es aber nicht immer, den Spannungsbogen über die gesamte Zeit eines Tracks zu halten. Die beiden jeweils letzten Nummern auf den CDs sind nach dem angegebenen Song noch längst nicht zu Ende, sondern laufen über mehr als zehn Minuten. Es gibt gleich mehrere Hidden Tracks im Track. Dabei fanden manche Schnipsel Verwendung, die der Tonqualität nach vom Boden des Probenraums aufgefegt wurden. Es gibt eine Blues-Improvisation auf der Tinwhistle, Szenen vom Lagerfeuer am Strand sowie zwei Songs, die nach später Stunde und reichlich Whiskey klingen. Das ist nach dem ersten Durchgang und für Außenstehende nur bedingt lustig. Aber sei’s drum.”
